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Urlaub vom 22.06.2017 bis 19.07.2017
19.06.2017 um 09:42 Uhr von Anke König

Vom 22.06.2017 bis einschl. 19.07.2017 habe ich Urlaub. Während dieser Zeit haben alle Familienhundgruppen Pause. Es finden jedoch folgende T...

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Das niedersächsische Hundegesetz, Sachkundeprüfung und Co.

Die Lizenz zum Gassi gehen

Im Mai 2011 wurde im niedersächsischen Landtag ein Gesetzesentwurf über das Halten von Hunden in Niedersachsen (NHundG) verabschiedet und zum 01.07.2011 mit dem Zweck Gefahren für die öffentliche Sicherheit und Ordnung vorzubeugen und abzuwehren, die mit dem Halten und Führen von Hunden verbunden ist (§ 1 NHundG) in Kraft gesetzt.

Das neue niedersächsische Hundegesetz gilt als die aktuell modernste Novellierung eines Hundegesetzes bundesweit, denn es steht keine Liste als gefährlich einzustufender Hunde im Mittelpunkt, sondern der (zukünftige) Hundehalter selbst. Dieser muss sich nämlich im Rahmen der Gefahrenprävention bereits vor der Anschaffung eines Hundes als Experte für die Hundehaltung empfehlen, sich die nötige Sachkunde (Hunde spezifisches Wissen) aneignen und Verantwortung zeigen.

Mit Einführung des Gesetzes werden Hundehalter nun zum Einen verpflichtet seit dem 01.07.2011 Ihre Hunde in den ersten 6 Lebensmonaten mit einer Hundehaftpflicht zu versichern, mit einem Microchip zu Kennzeichen und nun auch kostenpflichtig im zentralen niedersächsischen Hunderegister einzutragen. Zum Anderen hat der Hundehalter, der sich seinen Hund nach dem 01.07.2011 angeschafft hat, seit dem 01.07.2013 auch eine Sachkunde für die Hundehaltung nachzuweisen.

Ausschließlich Hundehalter, die sich nach dem 1. Juli 2011 erstmals einen Hund angeschafft haben und laut Gesetz nicht anderweitig als sachkundig gelten, müssen den Nachweis der Sachkunde über eine theoretische und praktische Prüfung erbringen.

Jeder Hundehalter, der die Hundehaltung nach dem 01.07.2011 begonnen hat ist nun verpflichtet einen Sachkundenachweis abzulegen, sofern er nicht innerhalb der letzten zehn Jahr vor der Inkraftsetzung des Gesetzes (01.07.2011) für mindestens 2 Jahre ohne Unterbrechung einen Hund gehalten hat. In diesem Fall erkennt das NHundG eine erwiesene Sachkunde an.
Dazu muss die zuvor stattgefundene Hundehaltung jedoch schriftlich nachgewiesen werden. Laut einer persönlichen Anfrage beim Nieders. Landwirtschaftsministeriums ist übrigens Hundehalter diejenige Person, die nach der Verkehrsanschauung darüber entscheidet, ob Dritte der von einem Tier ausgehenden, nur unzulänglich beherrschbaren Gefahr ausgesetzt werden und deshalb auch das entsprechende Risiko tragen soll. Als wesentliche Indizien dafür dienen:

  • wer die Bestimmungsmacht über das Tier hat,

  • wer aus eigenem Interesse für die Kosten des Tieres aufkommt,

  • er den allgemeinen Wert und Nutzen des Tieres für sich in Anspruch nimmt und

  • wer das Risiko seines Verlustes trägt.

Eigentum und Eigenbesitz am Tier sind zwar nicht Voraussetzung, aber Indiz; ebenso Sorge für Obdach und Unterhalt für das Tier. Als schriftlicher Beleg können Kauf- oder Versicherungsvertrag, Nachweise über Hundeschulbesuche, Tierarztrechnungen o.ä. herangezogen werden.

Weiter ausgenommen von der Sachkundeprüfung sind außerdem Tierärzte, Betreuer von Diensthunden oder Eigentümer von Blindenführhunden.